Was sind die Folgen einer Essstörung?

Essstörungen verlaufen in bis zu 10% der Fälle tödlich. Essstörungen sind deshalb ernst zu nehmende Krankheiten, die umso gefährlicher werden, je länger sie nicht behandelt werden. Bleibende Schädigungen der Organe, Herzprobleme, Depressionen bis hin zur Selbsttötung sind leider keine Seltenheit.
Bis zu 30% der Menschen mit Anorexie leiden über viele Jahre an ihrer Krankheit; bis zu 20% sterben innerhalb von zwanzig Jahren nach Erkrankungsbeginn an den Folgen. Viele Betroffene werden durch die Krankheit unfruchtbar. Bei jungen Frauen zwischen 15 bis 24 Jahren ist Anorexie die häufigste Todesursache. Von den Menschen mit Bulimie sterben etwa 0.5% an ihrer Krankheit bzw. an deren Folgen; bis zu 20% leiden ihr ganzes Leben an Bulimie.
Ein Teil der Betroffenen mit Anorexie oder Bulimie wird später übergewichtig oder adipös .

 

Wer an einer Essstörung leidet, muss wissen , dass damit sein Körper, seine Zukunft und sogar sein Leben auf dem Spiel steht.

Zu bedenken ist weiter, dass eine Essstörung immer das gesamte persönliche Umfeld stark belastet. Insbesondere Eltern, Geschwister sowie enge Freundinnen und Freunde können mitunter genau so unter der Krankheit leiden wie der oder die direkt Betroffene.

 

Eine Unterstützung und Behandlung ist also unbedingt notwendig – je früher desto besser!

Denn: Je früher die Essstörung erkannt und behandelt wird, desto grösser sind die Chancen, die Krankheit überwinden zu können und bleibende körperliche und seelische Folgen der Essstörung zu vermeiden.


Artikel: "Mein Weg zur perfekten, (un)kontrollierten Frau"
H.P. Mein Weg zur perfekten, (un)kontrollierten Frau. PSY&PSY Nummer 1/2012: April 2012: 9-10.